Google+ Hypnose und Hypno(se)therapie | Colette Sauerwein l Praxis für Hypnosetherapie Köln

Hypnose und Hypno(se)therapie

Was ist Hypnose und Trance?
Bin ich hypnotisierbar? 

Hypnose ist der Überbegriff für eine Kommunikationskunst mittels derer man den gesunden und angeborenen Zustand der hypnotischen Trance erzeugen kann.

Trancezustände sind uns bekannt seit es den Menschen gibt. Unter dem Begriff Trance fasst man eine Reihe veränderter Bewusstseinszustände zusammen. Leichte Trancen, sogenannte Alltagstrancen erleben wir u.a. beim Autofahren oder Joggen, beim Eintauchen in die Geschichte eines spannenden Films oder Buchs, aber auch beim Tagträumen oder kurz vor dem Einschlafen. All diese Situationen haben gemeinsam, dass sie uns dazu bringen, unsere Aufmerksamkeit auf innere Vorgänge (das eigene Denken, Fühlen und Erleben) zu richten. Dies passiert ganz automattisch, d.h. unbewusst und löst sich genauso einfach auch wieder auf.

Das Geheimnis von Trance ist also die Fokusierung der Aufmerksamkeit nach innen. Im therapeutischen Kontext verwenden wir eine besondere hypnotische Sprache (Suggestionen), die dies fördert. Je intensiver sich eine Person auf diesen Prozess einlässt, je intensiver sie sich konzentriert, desto tiefer wird die Trance erlebt. Eine Trance entwickelt sich folglich auch nicht blitzartig. Ausgehend vom alltäglichen Wachzustand entwickelt sich in der Regel zuerst eine Entspannung, die in eine Versenkung übergeht und schließlich in ein Trance. Während des therapeutischen Prozesses kommt man jedoch auch wieder in einen wacheren Zustand zurück und vertieft sich danach wieder. Es kann auch vorkommen, dass man kurzweilig einschläft.

Hypnose und Autonomie?

Viele Menschen assoziieren Hypnose fälschlicherweise mit einem Geschehen, in dem sie die Kontrolle zu Gunsten eines anderen Menschen z.B. eines Showhypnotiseurs aufgeben. Dies ist jedoch nur eine Illusion, die während der Bühnenauftritte dadurch entsteht, dass sich Personen freiwillig für ein solches Spektakel melden und bereit und sogar willens sind, sich vor den Augen anderer "zur Schau zu stellen" und die Kontrolle an den Showhypnotiseur abzugeben. Richtig ist, dass das Bewusstsein - das Ich - eines Menschen auch in einer tiefen Trance zu jeder Zeit in der Lage ist, die Steuerung (wieder) zu übernehmen und aus der Hypnose auszusteigen. Dies ist in jedem Kontext möglich und wird sich auch so vollziehen, sobald das Bewusstsein mit den Forderungen des Hypnotiseurs nicht einverstanden ist.

In meiner Arbeit haben Respekt vor der Freiheit und Autonomie meiner Klienten oberste Priorität.


Was passiert während der Hypnose im Körper?

Körperlich erzeugt Hypnose einen tiefen Entspannungszustand – sie ist also wohltuend und regenerierend wie ein schöner Mittagsschlaf. Entspannung bringt den Körper in eine ausgewogene Balance, stärkt das Immunsystem und fördert Ausgeglichenheit und Konzentration. Die gleiche Funktionsweise wird beispielsweise auch im Autogenenen Training und der Progressiven Muskelentspannung verwendet.


Was ist Hypnosetherapie?

Hypnose und Hypno(se)therapie sind zwei unterschiedliche Dinge. Während das Wort "Hypnose" einen veränderten Bewußtseinszustand beschreibt, ist Hypnosetherapie eine innovative und hochwirksame psychotherapeutische Behandlungsstrategie unter der Verwendung bestimmter Methoden, zur Erreichung bestimmter Ziele, während sich der Patient im Zustand der Hypnose befindet.

Zwischenzeitlich ist die Hypnotherapie auch wissenschaftlich erforscht und nimmt heute einen immer wichtigeren Platz als Verfahren der Psychotherapie und auch im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und des Erfolgsmanagements ein.

Durch die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf innere Erlebnisbereiche gelingt es im therapeutischen Prozess mit Anteilen des Gehirns in Kontakt zu treten, die man als "unbewußt" bezeichnet. Dadurch, dass in einem leichten bis mittleren Trancezustand gearbeitet wird, kann das Bewusstsein verfolgen, was unbewusst erarbeitet wird. Bewusstsein und Unbewusstes kommunizieren und kooperieren mitinander. 

Die moderne Selbstorganisatorische Hypnosetherapie, nach der ich arbeite, zeichnet sich dadurch aus, dass sie Tranceräume konstruktiv und lösungsorient strukturiert, was der Person ermöglicht, ganz aus sich selbst heraus und zu den eigenen Zwecken, sowohl die bewussten und unbewussten Fähigkeiten und Ressourcen der eigenen Person zu finden und zu aktivieren, als auch die Möglichkeiten der realen sozialen Umwelt für sich zu nutzen. Es werden Wege erlernt, psychodynamische Konflikte und seelische Verletzungen zu erkennen und diese zu lösen. Dies kann mit einer entsprechenden Symptombesserung oder Heilung einhergehen.

In der Klassischen Hypnose beschränkte man sich im Wesentlichen auf Suggestionen. Es war die Aufgabe des Hypnosetherapeuten, sich eine Vorstellung vom Problem des Patienten und einer Lösung zu machen. Diese Lösung versuchte er dann in der Hypnose seinem Patienten zu suggerieren. Hatte er richtig kalkuliert, war er erfolgreich, ging die Suggestion in eine falsche Richtung, hatten Patient und Therapeut Pech.  

Moderne Selbstorganisatorische Hypnosetherapie unterscheidet sich genau an dieser Stelle gravierend von der Klassischen Hypnose. Wir wissen heute, dass optimale Ergebnisse in der Psychotherapie – aber auch im allgemeinen Leben – nur unter folgenden Bedingungen möglich sind:

1. Bewusstsein und Unbewusstes streben das gleiche Ziel gemeinsam an.
2. Im Unbewussten gibt es keine wesentlichen Widerstände gegen das Ziel.
3. Das angestrebte Ziel und die dabei angestrebten Lösungen sind ökosystemisch. D.h. sie harmonisieren im Wesentlichen auch mit dem familiären und sozialen Umfeld und dessen Bedingungen.

So kommen optimale Lösungen zu Stande - ohne Rückfälle und Symptomverschiebungen, mit der die Person und auch ihre Familie gut leben können. Denn nur solche Lösungen bleiben stabil und ermöglichen eine endgültige Heilung.

Wenn ich Menschen nicht dazwischenfahre,
passen sie auf sich selbst auf.
Wenn ich Menschen nicht befehle,
verhalten sie sich selbst richtig.
Wenn ich Menschen nicht predige,
werden sie von selbst besser.
Wenn ich mich Menschen nicht aufdränge,
werden sie selbst.

Laotse


Zahlen Krankenkassen die Therapiekosten?

In Deutschland wurde die Hypnotherapie vom "Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" im Jahr 2006 als wissenschaftliche Psychotherapiemethode im Sinne des § 11 des Psychotherapeutengesetzes für Erwachsene in bestimmten Anwendungsbereichen anerkannt.

Gesetzliche Kassen:
Eine Übernahme der Kosten für Hypnotherapie durch die gesetzlichen Krankenkassen ist mir im ambulanten Kontext nur in seltenen Ausnahmefällen bekannt.
Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zahlen in der Regel die Kosten der psychotherapeutischen Behandlungsverfahren, die den sogenannten Psychotherapie-Richtlinien entsprechen. Aktuell sind dies die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse und die Tiefenpsychologie, wenn diese von einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung angeboten werden.

Private Kassen:
Private Krankenkasse und private Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten der psychotherapeutischen Behandlung durch eine Heilpraktikerin für Psychotherapie in Regel auf Antrag. Jede Kasse hat jedeoch Ihre eigenen Regeln und Tarife.
Bitte wenden Sie sich am Besten vorab an Ihre Krankenkasse und fragen Sie nach den Voraussetzungen für eine Kostenübernahme von Psychotherapie in Ihrem Tarif.